Zusammenfassungen erstellen und individuell gestalten

Zusammenfassungen erstellen und individuell gestalten

Inhaltsverzeichnis

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Mind-Mapping, Color-Coding und Inhaltsverzeichnisse

Bei der Menge an Lernstoff mit der du Woche für Woche in der Schule konfrontiert wirst, können dir bestimmte Strategien und Gewohnheiten die Prüfungsvorbereitung erleichtern. Eine dieser Strategien ist das Zusammenfassen.

Um die für dich geeignete Strategie zu finden, solltest du wissen, dass du deine Zusammenfassungen nicht ausschliesslich in schriftlicher Form machen musst, sondern auch visuelle Formen wie Mind-Maps erstellen kannst. Werde kreativ und finde die passende Art und Weise den Lernstoff für dich zu ordnen und zu sortieren.

Denn Zusammenfassungen sollen dir helfen, Gelerntes und Gelesenes besser im Kopf zu behalten. Gut zusammengefasste und strukturierte Informationen lassen sich leichter wiederholen, was wiederum den Vorteil hat, dass sie schneller ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Auf dieses Wissen kannst du also langfristig zugreifen, wenn es erst einmal dort gespeichert wurde.

Was muss ich vor dem Zusammenfassen beachten?

Bevor du mit deiner Zusammenfassung beginnst, ist es hilfreich, sich schon vorab mit dem Lernstoff, der prüfungsrelevant ist, bekannt zu machen. Lies dir also relevante Buchkapitel und deine Mitschriften aus dem Unterricht durch. Währenddessen kannst du dir wichtige Stellen mit Pagemarkern “merken” und deine Notizen zu den jeweiligen Stellen mit Post-its versehen.

Anschliessend kannst du ausserdem deine Mitschriften nach Themengebieten oder dem Datum sortieren, so hast du von Anfang an einen guten Überblick über die Themen, die für die Prüfungsvorbereitung elementar sind.

Wie kann ich meine Zusammenfassungen sinnvoll aufbauen und gestalten?

Zusammenfassungen müssen nicht immer nur in schriftlicher Form sein. Du kannst dir zum Beispiel auch Mind-Maps und Inhaltsverzeichnisse zur Hilfe nehmen, um deine Zusammenfassungen anzufertigen.

Visuelle Zusammenfassungen mithilfe von Mind-Maps

Die Mind-Map ist die visuelle Art und Weise Lerninhalte zusammenfassend darzustellen. Sie hilft dir sofort dabei all deine Gedanken zu ordnen und gliedert automatisch die Inhalte durch ihre baumartige Struktur. Das Arbeiten mit Schlüsselwörtern, im Vergleich zu längeren Sätzen, reduziert die Zusammenfassung auf das Wesentliche und bleibt deshalb sehr übersichtlich.

Wie erstelle ich eine übersichtliche Mind-Map?

Zuerst empfehlen wir dir, das Hauptthema des Lernstoffs ins Zentrum der Mind-Map zu setzen. Dies kannst du auch grafisch darstellen, mithilfe einer Skizze beispielsweise. Im nächsten Schritt unterteilst du dieses Hauptthema in weitere Unterthemen, die du als “Hauptäste” in deiner Mind-Map darstellst. Dabei kannst du dich an Überschriften aus den Texten orientieren. 

Für jeden Hauptast kannst du eine andere Farbe verwenden, um die thematische Gliederung noch deutlicher zu machen. Von den Hauptästen aus ziehst du weitere “Unteräste”, die die verwendeten Schlüsselbegriffe weiter vertiefen. Arbeite hier am besten mit Stichwörtern und ebenfalls mit verschiedenen Farben. 

Zusätzlich kannst du auch kleine Skizzen oder Symbole verwenden, die dir helfen, das Dargestellte noch besser im Gedächtnis zu behalten. Achte jedoch darauf, nicht zu viele Unteräste hinzuzufügen, damit deine Mind-Map weiterhin überschaubar bleibt.

Dein persönliches Farbsystem

Wenn du gerne in Textform zusammenfasst und dich fragst wie du mehr Ordnung in deine Notizen bringst, ist ein Color-Coding-System eine gute Strategie. Beim Color-Coding geht es darum, durch Verwendung bestimmter Farben Inhalte zusammenzufassen. Die Zuordnung von Farbtönen zu Themeninhalten dient als eine Art mentale Kurzschrift. Gewisse Themen und Informationen werden mit einer bestimmten Farbe verknüpft und somit in einen gemeinsamen Kontext gebracht. Gleiche Informationen und Kategorien werden in denselben Farbtönen dargestellt, was dir das Lernen und Merken deutlich erleichtert. 

Gehe dabei vor allem einheitlich vor. Verwende beispielsweise die Farbe rot für Zahlen und Fakten, die Farbe blau für Ideen und die Farbe gelb für Formeln oder Definitionen. Wechsle nicht jedes Mal die Farbe, sondern behalte dein eigenes Farbsystem auch fächerübergreifend bei. Dabei kannst du dir auch eine kleine Legende anlegen, um das Color-Coding konsequent anwenden zu können. 

Inhaltsverzeichnisse für deine Zusammenfassungen

Inhaltsverzeichnisse navigieren dich durch ein Buch. Sie dienen als Übersicht für den gesamten Inhalt und gliedern zusammengehörende Themen in Kategorien und erleichtern somit die Suche nach gewissen Informationen und Themenbereichen. Für deine Zusammenfassungen in Textform kannst du diese Vorgehensweise ebenfalls nutzen. Indem du dir ein eigenes Inhaltsverzeichnis erstellst, erhältst du eine übersichtliche Seite mit den Themen für die Prüfungsvorbereitung und siehst auf einen Blick, was deine Zusammenfassung beinhaltet und sparst viel Zeit, da du deine Lernunterlagen nicht durchsuchen musst.

Bei längeren Zusammenfassungen in Textform solltest vor allem auf Aufzählungspunkte und Aufzählungszeichen setzen. Sie machen dir das Lernen und Überfliegen deiner Notizen leichter. Du siehst recht schnell anhand von Schlüsselbegriffen was die Themenbereiche und Kategorien, die du dir zusammengetragen hast beinhalten. 

Vorteile des Zusammenfassens

Du fragst dich, warum du Zusammenfassungen in deinen Lernplan integrieren solltest? Wir möchten dir drei Punkte nennen, die dich hoffentlich davon überzeugen werden, Zeit in individuelle Zusammenfassungen zu investieren.

  1. Eine Zusammenfassung ermöglicht es dir, die wichtigen und wesentlichen Punkte der Lerninhalte herauszuarbeiten. Zudem werden wichtige Details und Einzelheiten ersichtlich und in einen Kontext gesetzt. So siehst du Zusammenhänge zwischen einzelnen Themen schneller.

     

  2. Beim Lernen ist echt wichtig etwas selbst zu erstellen. Das können handgeschriebene Notizen, Karteikarten, Diagramme oder auch Mind-Maps sein. Die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten verbessert deinen Lernprozess und führt dazu, dass die Informationen ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Inhalte markieren reicht also nicht aus!

     

  3. Das Zusammenfassen deiner Notizen und der Buchkapitel erspart dir bei der Prüfungsvorbereitung sehr viel Zeit. Noch einmal alles zu überfliegen und durchzulesen kann vor allem unter Zeitdruck sehr mühsam. 

Weitere Lernstrategien

Das Zusammenfassen als effektive Lernstrategie in deine Lernplanung zu integrieren hat viele Vorteile. Neben der Zeitersparnis und der Übersichtlichkeit sind Zusammenfassungen ein Tool zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten, die du für Prüfungen lernen musst. Gleichzeitig bieten sie aber auch eine Möglichkeit, deinen Lernprozess etwas kreativer und individueller zu gestalten. Das bereitet auf längere Sicht gesehen mehr Freude beim Lernen. 

Neben der Strategie des Zusammenfassens gibt es noch viele weitere Lernstrategien, die dir das Lernen erleichtern sollen, wie das aktive Lesen, das aktive Abrufen, effizientes Lernen und bestimmte Rituale, die du vor dem eigentlichen Lernen anwenden kannst. Die genannten Lernstrategien findest du noch mal ausführlich in unserem Guide beschrieben.