Tipps zur optimalen Lernplanung

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Erstellung eines Lernplans

Mithilfe von Lernplänen und einem individuellen Ordnungssystem können Sie Ihr Kind im Lernprozess und bei der Planung unterstützen. Ein Lernplan gibt Ihrem Kind bereits im Voraus Orientierung, was, wann und wo gelernt werden muss. Verschiedene Tools und Apps können hier zusätzlich helfen. Die Erstellung eines Lernplans ist eine sehr individuelle Sache und sollte in allererster Linie den Lernprozess Ihres Kindes vereinfachen und ihm einen Überblick über die Lerninhalte verschaffen. Die Lernplanung ermöglicht es, mit der Formulierung einzelner Schritte, festgelegte Ziele in dem geplanten Zeitraum zu erreichen. Um die Planung des nächsten Monats, der nächsten Woche oder des nächsten Tages machen zu können, sollte Ihr Kind sich folgende Fragen stellen: 

  • Monatsplanung: Was will ich erreichen und weshalb möchte ich es erreichen?
  • Wochenplanung: Wie will ich meine Ziele erreichen und wie viel Zeit benötige ich dafür?
  • Tagesplanung: Wie oft baue ich Repetitionen ein und wie gestalte ich meine Pausen sinnvoll?
  • Lernfenster: Bestimmen Sie den Zeitraum, in dem Ihr Kind lernt. 
  • Lernfreie Fenster: Genauso wichtig ist das Bestimmen der Zeiträume, in denen Ihr Kind nicht lernen soll. 

Sobald die zwei Fenster definiert sind, kann die Einteilung des Lernstoffs gemacht werden. Nun wollen wir folgende Frage beantworten: Was lernt mein Kind in den vorgegebenen Lernfenstern?

TIPP: Ein wichtiger Punkt in der Tagesplanung sind Pausen. Schüler*innen beanspruchen ihren  Kopf jeden Tag und nehmen viel neues Wissen auf. Das braucht Energie. In Pausen kann sich der Körper regenerieren und neue Energie tanken. Aus diesem Grund müssen auch diese Phasen bewusst geplant werden. Lernen darf nicht unglücklich machen!

Die strategische Lernplanung

Um die Lerneinheiten zu organisieren, bestimmen Sie also in einem ersten Schritt die Zeiträume bevor Sie sich anschliessend der strategischen Lernplanung widmen. Diese beinhaltet die Themen und Unterthemen die angegangen werden sollen. Dabei gibt es verschiedene Herangehensweisen. Folgende Fragen sollte Ihr Kind sich stellen: 

  • Stoffeinteilung: Welche Themen, Unterthemen und Aufgaben behandle ich? Wie teile ich diese auf?
  • Lernziele: Was sind die Lernziele und welche gehe ich in welcher Lerneinheit an?
  • Lücken füllen: Was habe ich noch nicht ganz verstanden? Was muss ich noch machen, um das nächste Thema in Angriff nehmen zu können?

Die ideale Lernumgebung

Die Lernumgebung hat grossen Einfluss auf den Lernerfolg Ihres Kindes. Ein Lernort kann einerseits fördern oder aber auch ablenken.  Jedes Kind braucht etwas anderes, um konzentriert lernen zu können. Mit den folgenden Fragen finden Sie heraus, wie der perfekte Arbeitsplatz Ihres Kindes aussieht: 

  • Braucht Ihr Kind eher einen leeren Platz, um konzentriert zu bleiben? 
  • Lenkt eine Anhäufung von vielen Sachen Ihr Kind ab? 
    • Wenn ja, halten Sie den Arbeitsplatz sehr ordentlich. Es sollten nur die nötigsten Sachen für das Lernen auf dem Schreibtisch liegen. 
  • Braucht Ihr Kind viele Sachen auf dem Tisch, um motiviert und aktiv zu bleiben?
  • Macht der relativ leere Arbeitsplatz einen sterilen und störenden Eindruck auf Ihr Kind? 
    • Wenn ja, dann statten Sie den Schreibtisch Ihres Kindes mit Unterlagen und Materialien aus, die für das Lernen gebraucht werden. Seien Sie vorsichtig, dass die Sachen nicht zu einer Unordnung führen. Ein grosses Chaos bedeutet, dass Ihr Kind das nötige Material nicht schnell genug oder gar nicht findet.

Die individuelle Gestaltung des Lernplatzes ist wichtiger Bestandteil einer effektiven Lernplanung.

Die passende Lerndynamik

Stellen Sie sich zuerst die Frage, ob Ihr Kind besser alleine lernt oder gemeinsam mit anderen. Wenn es besser in Lerngruppen lernt, versuchen Sie eine regelmässige Lerngruppe zu organisieren. Die Lerngruppe kann bewirken, dass Ihr Kind schneller und fokussierter lernen und dabei mehr Spass haben kann. Bestimmen Sie dabei im Voraus folgende fünf Punkte, um in den gemeinsamen Lerneinheiten möglichst produktiv zu sein.

  • Zweck 
  • Regelmässigkeit 
  • Form 
  • Résumé
  • Kommunikation

Schritt für Schritt zur besseren Lernplanung

Zu einer zielführenden Lernplanung gehören also eine umfassende Monats-, Wochen- und Tagesplanung und das Definieren der zu lernenden Themen und Unterthemen. Wo und mit wem Ihr Kind am besten lernt, sollte in der Lernplanung ebenfalls berücksichtigt werden, damit sich ihr Kind während der Lerneinheiten besser konzentrieren kann. Wie Sie Schritt für Schritt bei der Lernplanung mit Ihrem Kind vorgehen können, erfahren Sie im Guide, den sie kostenlos herunterladen können.