Lernplanung

Inhaltsverzeichnis

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1. Wie du einen Lernplan erstellst

Um dich gut für deine Prüfungen vorbereiten zu können und fokussiert und motiviert zu lernen, ist ein Lernplan notwendig. An ihm kannst du dich orientieren und dir einen Überblick über die zu lernenden Inhalte verschaffen. Ziel ist es in mehreren Schritten festzulegen, was du noch lernen musst und wie du die Themen kategorisieren und sortieren kannst. Eine Lernplanung wird dir helfen, die formulierten Ziele in dem geplanten Zeitraum zu erreichen. In sieben Schritten möchten wir dir zeigen, wie du ganz einfach deinen individuellen Lernplan erstellst.

Schritt 1: Zeitplan erstellen

Ermittle in einem ersten Schritt wie viel Zeit du einerseits in der Woche ins Lernen und andererseits in deine Freizeit investiert. Davon ausgehend kannst du für dich festlegen an welchen Tagen du für wie viele Stunden lernen und wann du Zeit für andere Dinge einplanen kannst.

Schritt 2: Themen auflisten

Im nächsten Schritt ist es vielleicht hilfreich für dich alles aufzulisten, was du lernen möchtest. Damit gemeint sind die verschiedenen Themen der einzelnen Fächer und die relevanten Inhalte für die Prüfung(en). Anschliessend solltest du die Lernthemen kategorisieren und einen konkreten Lernplan erstellen.

Schritt 3: Lernthemen sortieren

Die gesammelten und kategorisierten Themen kannst du für deine Lernplanung nun nach Schwierigkeit sortieren und so herausfinden welchen Fächern du dich am meisten widmen musst. Eine einfache Tabelle, in die du die Fächer und Themen eintragen kannst und sie nach Schwierigkeitsgrad (1-10 bspw.) sortierst, wird dir Orientierung geben. Das Fach oder Thema, in das du die meiste Zeit investieren musst, versiehst du mit der zehn. Das Fach mit dem geringsten Zeitaufwand bekommt dann die Nummer eins. Mithilfe unserer kostenlosen Vorlage einer Themenliste, kannst du deine Lernthemen ganz einfach sortieren. 

Schritt 4: Lernfenster festlegen

Teile deine verfügbare Zeit während der Woche in verschiedene Zeitblöcke oder Lernfenster ein und ordne dann die sortierten Fächer den Blöcken zu. So gestaltest du eine auf dich angepasste Wochenplanung, mit der du deine formulierten Ziele erreichst. Der Trick besteht vor allem darin einen Plan zu erstellen, den du dir leicht merken kannst, um so eine gute Routine zu schaffen. 

Tipp: Plane kürzere Lerneinheiten mit einer Länge von 30 bis 60 Minuten. Sie sind erstens leichter zu finden und zu planen und haben ausserdem den Vorteil, dass du dich aufgrund der Länge besser auf den Lernstoff fokussieren und konzentrieren kannst.

Schritt 5: Kalender verwenden

Was dir helfen wird deine Lernplanung und Routine erfolgreich in deinen Alltag zu integrieren ist ein Kalender oder Planer. Lernzeiten, Termine und Fristen kannst du dort mühelos eintragen und bei Bedarf ergänzen. Ein Kalender ist nicht nur in Bezug auf die Übersichtlichkeit bei Monats- und Wochenplänen unschlagbar, sondern wirkt sich zudem auch noch kreativitätsfördernd aus, wenn du ihn nach deinem Geschmack gestaltest und dabei beispielsweise Stifte in unterschiedlichen Farben verwendest. Er bietet ausserdem Platz für schnelle Notizen, sodass du keine lose Blattsammlung mehr auf deinem Schreibtisch vorfindest. Ob du dich für einen Tagesplaner oder Wochenplaner entscheidest, liegt ganz daran, was du bevorzugst und welche Art der Planung besser für dich funktioniert. Was du bei beiden aber feststellen wirst ist, dass du dir deine Lernplanung von Woche zu Woche einfacher einprägen wirst und du genau weisst welches Thema wann dran ist und sich nach ein paar Wochen sogar neue Lerngewohnheiten entwickeln werden.

Schritt 6: Freizeit planen

Während du nun fleissig Lernfenster in deinen Planer oder Kalender eingetragen hast, denke bitte daran auch lernfreie Fenster bewusst einzuplanen. Zeit für Familie, Freunde und sportliche Aktivitäten ist sehr wichtig um einen Ausgleich zum Lernen zu haben. Eine gute «Study-Life-Balance» wird dich nicht nur zufriedener und ausgeglichener machen, sondern auch deine Leistung steigern. Ereignisse und Termine die nicht verschoben werden können, kannst du zum Beispiel mit der Farbe Rot in den Kalender eintragen, während du Zeitfenster für Ruhe und Erholung mit der Farbe Blau markierst. Anhand der Farben kannst du auch sofort erkennen, ob ein gesundes Gleichgewicht zwischen deinem privaten Leben und deinem Schulleben vorherrscht.

Schritt 7: Pausen machen

Lernpausen sind genauso wichtig wie die Lernphasen. Ohne zwischenzeitliche Erholung wird deine Konzentration immer weiter abnehmen und dein Lernerfolg ausbleiben. Die Pausen müssen auch nicht sehr lange sein, oft reichen 5-10 Minuten, in denen du etwas anderes tust. Nutze die Pausen, um eine Kleinigkeit zu essen, einen kurzen Spaziergang zu machen oder bei gutem Wetter kurz Sonne zu tanken. Um deine Pausen und Lerneinheiten einzuhalten und im Blick zu behalten, kannst du auch deinen Timer auf dem Handy verwenden. Oder du verwaltest alternativ deinen Lernplan auf dem Smartphone. Das geht ganze einfach mit Apps wie Pomodoro und Structured, um nur zwei zu nennen.

2. Pomodoro Apps

Vielleicht hast du schonmal von der Pomodoro-Methode gehört? Dabei handelt es sich um eine Methode des Zeitmanagements. Die Pomodoro-Technik verwendet dabei einen Kurzzeitwecker, um Arbeits- oder Lerneinheiten in 25-Minuten-Abschnitte (pomodori) und Pausen einzuteilen. Die Technik wurde nach einer Küchenuhr benannt, die eine Tomatenform hatte (ital. pomodoro = Tomate). 

Der Pomodoro-Zyklus besteht aus vier Intervallen à 25 Minuten und den Pausen dazwischen. Um die Pomodoro-App für deine Lerneinheiten zu nutzen musst du nur 6 Schritte beachten: 

  1. Formuliere deine Aufgabe für die nächsten 25 Minuten und gib sie ein
  2. Drücke beim Kurzzeitwecker auf ‘play’ 
  3. Bearbeite die Aufgabe, bis der Wecker klingelt
  4. Mache eine kurze Pause (von 5 Minuten)
  5. Starte mit dem nächsten Intervall von 25 Minuten
  6. Mache eine längere Pause nach 4 pomodori

Ein kompletter Pomodoro-Zyklus besteht aus 4 Pomodori-Einheiten, bestehend aus 25 minütigen Intervallen mit kurzen Pausen und einer anschliessenden längeren Pause.

Eine andere Variante der Zeiteinteilung bietet die App ‘Structured’. Ein einfacher Zeitstrahl ist das Herzstück der App. Durch das Drücken des Plus-Symbols kannst du ganz einfach Aufgaben, Lerneinheiten und Pausen eintragen und deine individuelle Tagesplanung in Angriff nehmen. Für jede Aufgabe kannst du eingeben, wann du sie erledigen möchtest und wie viel Zeit du dafür einplanst. Rechts neben den Zeitfenstern kannst du die Aufgaben anschliessend abhaken. Beide Apps sind sowohl im Apple Store als auch im Google Play Store (für Android Handys) zu finden.

3. Deine Vorlage

Mithilfe der oben genannten 7 Schritte, wird es dir leicht fallen einen für dich passenden Lernplan auszuarbeiten und diesen in deinen Alltag zu integrieren. Dieser stellt sicher, dass du die Lerninhalte regelmässig wiederholst, und so dein Lernprozess und damit auch dein Lernerfolg verbessert wird. Um dir die Entscheidung, ob ein Kalender eine sinnvolle Ergänzung für deine Lernplanung ist, etwas zu erleichtern findest du unter Schritt 5 noch einige Vorteile von Planern und Kalendern. Wenn Kalendersysteme auf Papier nichts für dich sind, kannst du dir überlegen eine der Pomodoro Apps zu testen oder auch zusätzlich zu einem Planer zu verwenden. Mithilfe unserer kostenlosen Vorlage einer Themenliste, kannst du zudem deine Lernthemen ganz einfach sortieren. Viel Spass beim Ausprobieren!