Intrinsische Motivation zum Lernen

Intrinsische Motivation

Inhaltsverzeichnis

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Was ist Motivation und warum ist sie wichtig?

Motivation bezeichnet deine Bereitschaft, bestimmte Dinge zu tun, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Mit Motivation sind deine Beweggründe gemeint, die dich antreiben. Du kannst sie dir wie einen Motor für dein Verhalten vorstellen, der zielstrebig in eine Richtung arbeitet. Dabei gibt es zwei Arten von Motivation, die intrinsische und die extrinsische. Die intrinsische Motivation entsteht aus eigenem Antrieb. Ohne dass es dir Mühe bereitet, legst du los. Das was du tust, machst du gerne, denn es bereitet dir Spass, du findest es interessant und empfindest es als sinnvoll. Diese Tätigkeiten oder Aufgaben siehst du nicht als Arbeit an.

Bei der extrinsischen Motivation sind äussere Reize deine Motivationsquelle. Ein kleines Beispiel hierzu: Du lernst für eine Prüfung und tust dies, obwohl es dir persönlich keine Freude bereitet, weil dein Anreiz das Bestehen der Prüfung und dein Ziel der zukünftige Abschluss ist. Wie schaffst du es also dich für die Dinge zu motivieren, die dir keinen Spass machen? Vor allem was das Lernen in der Schule angeht, fällt es vielen schwer, sich aus eigenem Antrieb an die Hausaufgaben und die Prüfungsvorbereitung zu setzen, deshalb möchten wir dir helfen.

So motivierst du dich

Um motiviert und angespornt zu lernen, braucht es echtes Interesse an den Inhalten, um sich regelmässig damit auseinandersetzen zu können und langfristig Lernerfolge zu sehen. Das Ziel ist es also, intrinsisch motiviert zu sein. Aber auch äussere Faktoren können sich positiv auf deinen Lernprozess auswirken und deine Motivation steigern. 

Deine Lernumgebung

Damit du konzentriert an einer Sache arbeiten kannst, brauchst du eine Umgebung, die dir uneingeschränkten Fokus ermöglicht. Schaffe dir einen Lernort, an dem du ungestört bist. Vermeide es, durch Lärm oder andere Personen abgelenkt zu werden, denn an einem ruhigen Lernplatz kannst du dich besser auf deine Aufgaben fokussieren.  Deine Lernumgebung solltest du als angenehm und inspirierend empfinden. Richte deinen Schreibtisch und Lernplatz so ein, dass du dich wohlfühlst. Deinen Arbeitsplatz kannst du ganz individuell nach deinen Wünschen gestalten. Ein schöner und gut ausgestatteter Schreibtisch wird dich zum Lernen motivieren.

Deine Lernplanung

Ziele, wie das Bestehen einer Prüfung oder der Abschluss am Gymnasium bspw., sind extrinsische Motivatoren. Bestimme deshalb gleich zu Beginn deine Ziele und Wünsche und mache dir Gedanken über deine Lernorganisation und Planung. Eine klare Übersicht erleichtert deinen Lernprozess und motiviert dich damit gleichzeitig. Wie du merkst, ist Motivation ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die du aber nicht alle beeinflussen kannst. Was du beeinflussen kannst ist deine persönliche Einstellung zu bestimmten Aufgaben. Du kannst also an deiner intrinsischen Motivation arbeiten.

Lernerfolge durch intrinsische Motivation

Um deine Motivation zu verbessern, kann es dir helfen, deinen Fokus weg von der äusseren und hin zu der inneren Motivation zu verlagern und diese zu stärken. Werde dir darüber bewusst, was du in deinem Alltag gerne machst und welche Aktivitäten dir Freude bereiten.

Du wirst feststellen, dass du diese Dinge gerne machst, da du keine extrinsischen Motivatoren wie Belohnung oder Lob benötigst, um dich zu motivieren, weil dir die Tätigkeit an sich Freude bereitet. Dieses Prinzip lässt sich auch auf den schulischen Kontext übertragen. Wenn du deine innere Motivation findest, dann bleibst du auch bei Rückschlägen standhaft.

Wie funktioniert intrinsische Motivation?

Um dich also selbst intrinsisch motivieren zu können, solltest du verstehen wie intrinsische Motivation entsteht und welche Faktoren sie beeinflussen. Wir möchten dir die 5 wichtigsten nennen: 

Die Aktivität sollte:

  • dein Interesse wecken
  • dich herausfordern, aber keinesfalls überfordern
  • positive Emotionen hervorrufen
  • dir Spass machen
  • von dir ausgehen

Intrinsische Belohnungen

Viele Aktivitäten, besonders in unserer Freizeit, üben wir nur aus dem Grund aus, weil wir Spass daran haben und sie uns glücklich und zufrieden stimmen. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein. Vielleicht liest du gerne Bücher, machst Sport, spielst ein Instrument oder gehst einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Diese Gefühle der Freude, des Glücks oder der Zufriedenheit, die dabei ausgelöst werden, nennen Psychologen intrinsische Belohnungen. Wir möchten dir kurz ein paar Beispiele dazu nennen:

Wenn du eine neue Aufgabe meisterst, wie ein neues Klavierstück fehlerfrei zu spielen bspw., fühlst du dich kompetent und erfüllt. Wenn du an Gruppenaktivitäten teilnimmst, bekommst du ein Gefühl der Zugehörigkeit, welches dich noch stärker motiviert. Ein Gefühl von Sinn stellt sich beispielsweise ein, wenn du anderen hilfst und dich ehrenamtlich engagierst. Diese positiven Gefühle und Erfahrungen motivieren zum Handeln. Die Aussicht auf intrinsische Belohnung lässt dich Freude verspüren. Dafür verantwortlich ist das neuronale Belohnungssystem im Gehirn, das beim Empfinden der genannten Gefühle von Botenstoffen durchflutet wird.

Schritt für Schritt die intrinsische Motivation steigern

Die intrinsische Motivation hat gegenüber der extrinsischen Motivation den Vorteil, dass sie längerfristig einen positiven Einfluss auf die Arbeitsweise der Menschen ausübt. Man hat festgestellt, dass Personen, die intrinsisch motiviert sind, ein stärkeres Gefühl der persönlichen Verpflichtung haben und an der Aufgabe dran bleiben und dadurch bessere Ergebnisse erzielen. Sie erbringen konstant gute Leistungen und neigen weniger dazu, bei Schwierigkeiten aufzugeben. Auch fördert die intrinsische Motivation deine Kreativität. Du kommst schneller auf neue Ideen und Lösungen.

Beim Lernen wurde die intrinsische Motivation ebenfalls mit positiven Effekten in Verbindung gebracht. Das Interesse am Lernen steigerte sich und die Ergebnisse in Prüfungen verbesserten sich ebenfalls. Äussere Faktoren beeinflussen Schüler*innen in Hinsicht auf die Leistungsverbesserung, während die intrinsischen Faktoren das Streben nach Wissen aus eigener Motivation heraus unterstützen und dabei helfen können, gute Lerngewohnheiten zu entwickeln.

Wie du deine intrinsische Motivation nun wecken kannst, erfährst du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dort erwarten dich 8 Tipps, die dir helfen werden, intrinsisch motiviert zu lernen.