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Die Checkliste für gute Nachhilfe

Inhaltsverzeichnis

Bevor wir erklären können, was gute Nachhilfe wirklich ausmacht, müssen wir verstehen, worauf sie abzielt. Kinder sind in der Regel nicht so weitsichtig wie deren Eltern – wie Sie. Deshalb sind es primär auch Eltern, die die Nachhilfe für ihre Kinder anfragen und langfristig nutzen möchten. Sie machen sich Gedanken und Sorgen um die Zukunft ihres Kindes und wollen tatkräftig unterstützen. Wer möchte nicht das Beste für sein Kind? Primär dient die Nachhilfe der Zukunft des Kindes. Eine gute Nachhilfe entlastet Eltern und sorgt dafür, dass die Kinder ihre Lern- und Bildungsziele erreichen. Nun, was ist dafür nötig? Wie finde ich die richtige Nachhilfe für mein Kind? Die erschreckend unübersichtliche Auswahl am Markt macht es nicht gerade leicht das richtige Angebot zu wählen. Man kann als Elternteil viele Fehler machen. Aber das muss nicht sein. In diesem Artikel finden Sie die Checkliste für gute Nachhilfe und eine kurze Erklärung zu allen 10 Punkten, die eine gute Nachhilfe erfüllen muss.  Viel Spass!

1. Fachliche Kompetenz der Tutor*innen

Im Fokus der guten Nachhilfe steht, dass Ihr Kind den Unterrichtsstoff versteht, übt und anwenden kann. Hierzu ist die fachliche Kompetenz der Tutor*innen eine absolute Voraussetzung. Prüfen Sie diese deshalb unbedingt mithilfe eines Tests und werfen Sie einen genauen Blick auf die Noten im jeweiligen Unterrichtsfach. Nur wenn die Lehrkraft den Lernstoff wirklich verstanden und verinnerlicht hat, kann sie ihn auch anregend und verständlich vermitteln. Hier sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Am Markt gibt es zu viele Tutor*innen, die Geld verdienen möchten, aber zu wenig fachliche Kompetenz mitbringen.

2. Match: Gute Chemie zwischen Tutor*in und Schüler*in

Nach über 40.000 Lektionen und 23 Jahren Unterrichtserfahrung wissen wir, dass das wichtigste in der Nachhilfe der Match zwischen Schüler*in und Tutor*in ist. Der berühmte Bildungsforscher John Hattie stellte ebenso in seinen Bildungsstudien fest, dass die Lehrkraft selbst den grössten Effekt auf den Lernerfolg eines Kindes hat. Deshalb sollten Sie bei dem Match auch keine Kompromisse eingehen. Die Chemie muss einfach stimmen. Hohe Lernerfolge sind dann wesentlich wahrscheinlicher. Die Bedürfnisse und Lernvorlieben von Kindern sind grundverschieden. Dies gilt auch für die Tutor*innen in der Nachhilfe und für die Lehrkräfte an Schulen. Aber wie stellen Sie nun fest, ob Sie die richtige Tutorin bzw. den passenden Tutor für Ihr Kind gefunden haben? 

Sie kennen Ihr Kind und wissen, welche Lernvorlieben es hat. Fragen Sie die Tutor*innen, ob sie sich diesen anpassen können und auch möchten. Weiterhin sollten Sie mindestens drei Tutor*innen zum Schnuppern einladen und Ihrem Kind die finale Entscheidung überlassen. Wenn Sie Ihrem Kind die Entscheidungsmacht geben, wird es wesentlich motivierter sein. 

3. Zufriedenheit Ihres Kindes

Um sicherzustellen, dass Ihr Kind von der Nachhilfe profitiert, ist es wichtig, dass es sich wohlfühlt, motiviert ist und sich von der Lehrkraft  verstanden fühlt. Die Zufriedenheit des Kindes sollte auch bei der Nachhilfeinstitution an erster Stelle stehen. Um genau das herauszufinden, sollten Sie Ihr Kind für ein bis zwei Probelektionen anmelden, bevor regelmässiger Nachhilfeunterricht vereinbart wird. Sie werden schnell merken, ob es Ihrem Kind in der Nachhilfe gefallen hat oder nicht und können so anschliessend gemeinsam eine Entscheidung treffen.

4. Transparenz in Preis und Leistung

Welche Leistung erhalte ich für welche Preise? Handelt es sich bei der angebotenen Nachhilfe um Einzel- oder Gruppenunterricht? Wie lange dauert eine Lerneinheit und sind die Unterrichtsmaterialien im Preis enthalten? Auf diese Fragen sollten sie von der Nachhilfeinstitution genaue Antworten bekommen. Schrecken Sie nicht davor zurück, detaillierte Fragen zur Ausbildung der Tutor*innen zu stellen. Auch Informationen zum pädagogischen Hintergrund der Lehrkraft sollten vonseiten der Institution offen dargelegt werden. Regelmässige Feedback-Gespräche zwischen Tutor*innen und Eltern ist wichtig, denn so wissen Sie, welche Themen im Nachhilfeunterricht behandelt wurden. Achten Sie also auf ein transparentes Leistungsangebot!

5. Pädagogisches Lernkonzept

Eine gute Nachhilfe besitzt als Basis immer eine fundierte pädagogische und didaktische Grundlage, die wirkungsorientiertes Handeln ermöglicht. Die fachliche Kompetenz allein reicht nicht aus, um grosse Lernerfolge zu erzielen. Fragen Sie die Tutor*innen nach ihrer pädagogischen Ausbildung und deren Herangehensweisen. Welche Konzepte und Methoden möchten sie anwenden? Passen diese zu ihrem Kind? Gehen Sie in den Dialog und bringen Sie sich aktiv ein.

6. Orientierung am Lehrplan

Die Professionalität einer Lehrperson erkennen Sie daran, dass diese mit den Lerninhalten des Unterrichtsfachs vertraut ist. Im besten Fall hat die Tutorin oder der Tutor ein Konzept für einen individuellen Lernplan bereit, indem Themen, Kompetenzen und auch Lernziele für das bestimmte Fach aufgeführt werden. Achten Sie darauf, dass die dort aufgeführten Themen die Inhalte aus dem Lehrplan aufgreifen und sich entsprechend in den Unterrichtsmaterialien wiederfinden. Welche Lehrmittel zugelassen und obligatorisch sind, können Sie der kantonalen Bildungsdirektion entnehmen.

7. Flexibilität in Ort, Zeit, Fach und Vertretung

Laut Kundenumfragen legen Eltern und Kinder grossen Wert auf Flexibilität in der Nachhilfe. Flexibilität sorgt für Gelassenheit und Raum für Sie als Elternteil. Dies ist auf mehrere Facetten des Unterrichts bezogen: Lernort, Zeit, Fächer und Vertretung. Achten Sie deshalb bei der Auswahl auf Tutor*innen oder ein Lerninstitut, welche ihnen hohe Flexibilität bieten können. Stellen Sie folgende Fragen: 

  • Wo kann der Unterricht stattfinden?
  • Wann kann der Unterricht stattfinden?
  • Welche Unterrichtsfächer werden angeboten? 
  • Können wir ein Unterrichtsfach wechseln? 
  • Kann eine Vertretung organisiert werden?

8. Regelmässigkeit des Unterrichts

Ohne Regelmässigkeit ist Nachhilfe wertlos. Eine Lernkurve entsteht durch regelmässiges Lernen, aktive Verarbeitung des Stoffs und wiederholte Repetition. Kennen Sie bereits die Vergessenskurve?

Die Vergessenskurve nach Ebbinghaus

Nach einer Woche “Nicht-Lernen” haben Kinder in der Regel 80% vergessen. Demnach sollte die Nachhilfe mindestens einmal pro Woche, besser zwei- bis dreimal pro Woche stattfinden und dies mindestens über drei Monate. Mit einem solchen Programm werden Wissen und nachhaltige Kenntnisse aufgebaut.

Die Lernkurve bei regelmässiger Wiederholung

9. Erreichen der Lernziele

Um bestimmte Lernziele zu erreichen empfiehlt es sich diese sorgfältig auszuformulieren. Wenn man weiss wohin man möchte, lässt sich der Weg dorthin einfacher planen. Deshalb ist eine frühzeitige Planung, bei der die Lernziele deutlich definiert werden ein wichtiger Bestandteil in der Nachhilfe. Die gesetzten Ziele zu erreichen und den Fortschritt festzuhalten wirkt motivierend und fördert gleichzeitig den Lernerfolg. Ein einfaches Modell zur Lernziel-Planung wurde von Bloom formuliert: Es beinhaltet sechs Stufen, die aufeinander aufbauen.

Kognitive Lernziel-Taxonomie nach Benjamin Bloom

10. Freude am Lernen

Spass am Lernen ist nicht nur mit viel Lachen und Vergnügen gleichzusetzen, sondern vielmehr mit Motivation und Begeisterung. Beides sind essenzielle Voraussetzungen für den Lernerfolg und sollten in den Grundwerten der Nachhilfeinstitution wiederzufinden sein. Aus der Hirnforschung geht hervor, dass es eine Verknüpfung zwischen Gefühlen und dem Lernen gibt, deshalb sollte Lernen nichts Unangenehmes für Ihr Kind sein und stets mit etwas Positivem in Verbindung gebracht werden. Eine positive Grundstimmung sollte also im Nachhilfeunterricht überwiegen. Achten Sie darauf, ob ihr Kind nach der Nachhilfe mit Freude vom Unterricht erzählt und es ob sich schon auf die nächste Nachhilfestunde freut.

Fazit

Im Nachhilfe-Dschungel kann man leicht den Überblick verlieren, welches der zahlreichen Angebote das beste für das eigene Kind ist. Denn jeder Anbieter bietet unterschiedliche Lernmethoden an. Um die passende Nachhilfe aufzugleisen, empfehlen wir unsere Checkliste Punkt für Punkt durchzugehen. Damit erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind seine individuellen Bildungsziele sicher erreicht. 

Interessieren Sie sich für das Thema Nachhilfe und möchten Sie Ihr Kind unterstützen? Dann treten Sie ungeniert mit uns in Kontakt. Schreiben Sie eine E-Mail an hello@teachy.ch oder buchen Sie direkt eine unverbindliche Beratung.